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Griechenland – Ich war noch nie in Griechenland! Und erst recht nicht auf den Kykladen-Inseln in der Ägäis. Wer selbst noch kein Inselhopping der griechischen Inseln gemacht hat, aber vielleicht für die Zukunft plant, bekommt jetzt erst einmal die allgemeinen Infos zum Trip: Reiseplanung, welche Inseln haben wir ausgewählt, wie kommt man dorthin, welches ist die beste Reisezeit und vieles mehr!

PS vorweg: Postings zu den einzelnen Inseln, den Unterkünften und dem leckeren griechischen Essen werden folgen!

Griechenland – Was sind die Kykladen?

Die Inselgruppe im Ägäischen Meer gehören zu den beliebtesten Reisezielen Griechenlands. 56 große und kleine Inseln gibt es, von denen die wohl bekanntesten sicherlich Santorini und Mykonos sind; vor allem auch aufgrund des Jet-Sets vor Ort und des Kreuzfahrttourismus.

„Wegen ihrer Fruchtbarkeit und ihres milden Klimas nannte sie das Altertum die „Perlen von Hellas“

Heute sind viele der Inseln jedoch ohne Baumvegetation, darum auch wasserarm, kahl und verbrannt

Dennoch liefern sie noch immer Wein, Öl, Baumwolle, Seide, Südfrüchte, Honig etc.“

Quelle: Wikipedia.de

Kykladen/Griechenland – Unsere Reiseplanung

Nachdem feststand, dass wir die Kykladen als Reiseziel erkoren haben begannen wir über die einzelnen Inseln zu recherchieren. Hier haben wir uns hauptsächlich auf persönliche Empfehlungen gestützt und so standen schnell vier Inseln zur Auswahl: Santorini, Mykonos, Naxos und Paros.

1. Nach weiterer Recherche (Reiseführer und Blogs) entschieden wir dann einstimmig uns auf drei Inseln zu beschränken, um bei knapp 10 Tagen Reisezeit nicht zu sehr hetzen zu müssen. Da Santorini & Mykonos beide als „hip“ und „überlaufen“ gelten flog kurzerhand Mykonos raus, auch weil es oft als „Party-Insel“ beschrieben wird. Und Party war nicht das was wir suchten 😉

2. Danach ging es an die Flüge, wo wir uns auf eine liebe Mitreisende verlassen haben. Verbindungen in die Reisebranche sind schon praktisch 😉 So fanden wir einen günstigen Flug von Hamburg bzw. Hannover über Zürich nach Santorini. Zurück ging es von Athen nach München. Sicher eine „spezielle“ Verbindung, weshalb ich Euch einfach rate ein Reisebüro aufzusuchen oder die einschlägigen Onlineseiten für den Vergleich von Flügen aufzusuchen. Mykonos & Santorini sind übrigens von Deutschland aus die einzig direkt angeflogenen Kykladen-Inseln. Alle anderen Inseln sind über Athen per Flugzeug zu erreichen oder per Fähre.

 

3. Nachdem also Inseln und Flüge standen, überlegten wir uns anhand der Recherchen auf welcher Insel wir wie lange verbringen wollen.

2 Tage – Santorini
3 Tage – Paros
2 Tage – Naxos
1 Tag – Athen

Je nach Fährverbindung hatten wir mal einen halben Tag mehr pro Insel, da wir schon Mittags oder Nachmittags angekommen sind.

4. Als nächstes standen die Unterkünfte auf dem Plan, wo wir uns ganz einfach über Booking.com informiert und auch gebucht haben. Zu den einzelnen Unterkünften wird es noch ein separates Posting geben, genauso wie zu den Inseln selbst. Allgemein haben wir geschaut, dass wir nicht all zu weit vom „Stadtkern“ entfernt gewohnt haben, da wir ursprünglich nicht vorhatten einen Mietwagen zu nehmen. Ansonsten waren uns ein inbegriffenes Frühstück und ein vorhandener Pool wichtig.


5. Zum Schluss haben wir vorab noch die Fährverbindungen gebucht. Das kann man ganz unkompliziert online machen. Somit stand der komplette Plan und bis zum Urlaub selbst konnten wir uns auf die Vorfreude konzentrieren.

6. Über die Inseln selbst haben wir uns im Vorweg recht wenig informiert: Ich habe ein paar Blogposts gelesen, eine Freundin hatte einen Reiseführer ausgeliehen und ansonsten planten wir einfach vor Ort zu schauen was wir so unternehmen oder wo wir die Füße hochlegen.

Kykladen/Griechenland – Kommunikation & Gastfreundschaft

In Griechenland wird griechisch gesprochen, was keine Überraschung ist. Allerdings hat die griechische Sprache auch ihr eigenes Alphabet. Zum Glück wird auf den Inseln und auch in Athen fast immer auch englisch geschrieben und auch gesprochen. Wir hatten also keine Probleme mit Speisekarten, Ausschilderungen oder auch der direkten Kommunikation. Denn die Griechen haben (fast alle) gut verständliches Englisch gesprochen und der Austausch war gar kein Problem.

Das lag aber aber vor allem auch an der unfassbaren Gastfreundschaft. Im Vergleich zu Deutschland habe ich schon viele Länder bereist in denen der gemeinsame Umgang freundlicher & höflicher ist – Sorry Deutschland… da hinken wir leider oft hinterher. Aber eine so authentische und herzliche Kommunikation wie auf den griechischen Inseln habe ich selten erlebt. Ob es die Servicekraft im Restaurant, die Rezeptionistin im Hotel, der Shopbesitzer oder Busfahrer waren. Wir hatten so viele Momente an denen uns die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Griechen begeistert haben.

 

Kykladen/Griechenland – Beste Reisezeit?

Unsere Reisezeit (Mitte Juni bis Anfang Juli) kann ich auf jeden Fall empfehlen. Es ist noch Vorsaison (in Deutschland starteten die Ferien am Ende unseres Trips) und somit sind noch nicht allzu viele Touristen unterwegs. Außerdem ist das Wetter sommerlich, aber noch nicht zu heiß. Zumindest in der Theorie – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
Wir hatten im Schnitt 28 Grad und keinen Regen über die gesamte Zeit. Schön ist, dass auf den Inseln fast immer ein leichter (manchmal auch stärkerer) Wind herrscht und so auch Temperaturen um die 30 Grad einigermaßen zu ertragen sind. Zur Not hüpft man ins Meer oder den Pool.

Einen Monat von dem uns wirklich alle Griechen vor Ort abgeraten haben ist der August. Zu Heiß und zu Voll! Dazu herrscht oft auch organisatorisches Chaos, weil die Häfen und auch kleinen Orte auf den Inseln einfach nicht für diese Massen ausgelegt sind. Ganz besonders die Häfen, die von Kreuzfahrtschiffen angefahren werden. Kein Wunder, wenn man sich überlegt, dass Santorini ca. 17.000 Einwohner hat, aber locker pro Tag schon Mal fast die gleiche Menge an Kreuzfahrern „ausgekippt“ wird. In Athen verläuft es sich ein wenig, allerdings merkt man es auf der Akropolis schon extrem, da dies nun auch DAS (nahezu einzige) Highlight der Stadt ist. Dazu aber im Athen-Post noch mehr.

Erfahrungen habe ich nicht, kann mir aber gut vorstellen, dass es nach der Sommer-Hauptsaison Mitte/Ende September bis zum Oktober auch noch eine gute Zeit zum Bereisen der Kykladen ist.

Unbedingt viel trinken bei warmen/heißen Temperaturen! Es gibt hin und wieder öffentliche Wasserstationen, wo ihr Eure Flaschen auffüllen und Plastikmüll vermeiden könnt!

Kykladen/Griechenland – Unsere Erfahrungen mit den Fähren

Zwischen den Insel gibt es diverse Fährverbindungen und das ist natürlich die praktischste wie auch günstigste Art das „Inselhopping“ zu betreiben.
Ich weiß, dass die Meinungen zu den Fähren sehr von der Vergangenheit geprägt sind und es lässt sich nicht verheimlichen, dass es früher viele Unglücke und gesunkene Fähren gab. Oft auch aufgrund menschlichen Versagens. Nun bin ich „nur“ dreimal mit einer der Fähren gefahren und kann nur von meiner subjektiven Meinung sprechen.

Die erste Fähre war knapp 1 Stunde verspätet, die letzte komplett pünktlich und sehr durchorganisiert, obwohl Streik herrschte und wir auf eine frühere Fähre umgebucht wurden.

Tipp: Ihr müsst die online gebuchten Tickets sowieso vor Ort in zentral liegenden Büros ausdrucken lassen und solltet Euch dabei noch einmal die Zeiten bestätigen lassen, da es ggf. wie bei uns durch einen Streik zu Änderungen kommen kann. Das kostet übrigens eine kleine Gebühr. Informiert Euch wirklich eigenständig, denn wir haben vorab keine elektronische Info zum Streik bekommen, obwohl unsere Daten ja bekannt waren.

Bei der zweiten Fähre hatten wir auch eine Verspätung, was allerdings am Sturm an dem Tag lag und einer kleineren Fähre (SeaJet), die drei Versuche brauchte um alle Passagiere von Bord zum bekommen:

An dieser Stelle waren wir sehr froh, dass wir mit einer größeren Fähre unterwegs waren, die keine Probleme mit dem Wellengang hatte. Blue Star Ferry und Golden Star Ferry waren übrigens unsere genutzten Fährunternehmen. Diese waren großräumig, mit sehr bequemen Sitzen ausgestattet, hatten mindestens einen kleinen Kiosk oder sogar ein FastFood Restaurant an Bord.

 

Für das Reisen per Fähre kann ich Euch nur ein Backpack/Rucksack empfehlen! Wie ihr im Video seht, wird man oft direkt über die Laderampe auf das Schiff gelassen und das passiert wirklich recht zackig. Und wenn es hart auf hart kommt muss man auch mal einen Zahn zulegen. Wir haben viele Touristen mit großen Koffern gesehen, die Hilfe vom Personal brauchten, weil sie damit nicht richtig klar kamen bzw. der Boden einfach nicht eben genug ist und der Koffer wohl auch oft zu schwer. Außerdem seid ihr auf der Fähre flexibler mit einem Rucksack und müsst ihn nicht zu den hundert anderen Gepäckstücken einfach ungesichert im Laderaum stehen lassen.

Je nach Länge der Fahrt kosten die Tickets pro Person 10 bis 50 EUR.

Kykladen/Griechenland – Fortbewegung auf den Inseln: Bus vs. Taxi vs. Mietwagen

Auf den Inseln gibt es Busverbindungen zwischen den einzelnen kleinen Orten und auch Stränden, allerdings sind diese zum Teil recht spärlich gesät, so dass man genau auf den Fahrplan schauen und seinen Tag planen muss. Dafür sind sie ein günstiges Fortbewegungsmittel und bequem, sofern man einen Sitzplatz ergattert, denn es sind klassische Reisebusse. Die Pünktlichkeit klappte übrigens sehr gut. Vielleicht hatten wir Glück oder das Klischee stimmt nicht mehr 😉

Hinweisschild, dass man hier Bustickets kaufen kann
2,30 EUR kostete eine Fahrt ins Bergdorf auf Naxos >> Dauer Ca. 30- 40min

 

Taxifahrten sind zum Teil auch nicht so teuer, lohnen sich aber nur für Einzelfahrten, zum Beispiel bei An- und Abreise vom/zum Flughafen, sofern es keinen Shuttleservice des Hotels gibt.

Wer eine Insel ganz individuell und vor allem auch flexibel erkunden möchte, dem empfiehlt sich natürlich ein Mietwagen. Wir haben das spontan auf Paros gemacht, da wir etwas außerhalb des Ortes gewohnt haben und wir dort die meiste Zeit verbracht haben, da die Insel am meisten zu bieten hatte. Das lief auch sehr unkompliziert ab, da unser Hotel den Wagen vermittelt hat und er dorthin gebracht und wieder abgeholt wurde. Dazu dann im Paros-Posting mehr.

Kykladen/Griechenland – Geld und Internet

In Griechenland zahlt man mit Euro – Hallelujah! Ihr braucht also kein Geld umtauschen. An sehr vielen Stellen kann man auch ganz einfach mit Giro- und/oder Kreditkarte zahlen. Sowohl in den Hotels, Restaurants als auch Shops. Den Mietwagen haben wir bar bezahlt, aber es gibt auch sehr viele Geldautomaten, wo ihr unkompliziert Bargeld abheben könnt.

Und das Griechenland in der EU ist könnt Ihr mit Eurem Handytarif auch einfach weiter surfen und Euer Datenvolumen nutzen. Ein Hoch auf das Roaming! Zudem hatten wir in allen Hotels kostenfreies WLAN.

 

Kykladen/Griechenland – Für wen geeignet?

Im Grunde ist für jeden etwas dabei! Familien, Paare, Alleinreisende oder wie wir es gemacht haben als Freundes-Trip. Wassersportler, Strandbader, Gourmet- und Weinliebhaber, Hotelurlauber und Individualisten. Hier ist für jeden etwas dabei und jede Insel bietet andere „Spezialitäten“, so dass man nur etwas recherchieren muss, welche Inseln am besten zu den eigenen Vorstellungen von Urlaub passen.

Über die drei besuchten Inseln Santorini, Paros & Naxos werde ich noch im Detail berichten und ihr könnt danach selbst entscheiden ob sie auf Eure „TravelList“ kommen.

 

Wer von Euch war schon auf den Kykladen?
Berichtet gerne davon!

 

4 Gedanke zu “Travelguide Kykladen / Griechenland: Allgemeine Infos”
  1. Hallo Claudia,
    danke für den umfassenden aber dennoch nicht zu langen Bericht! Ich war noch nicht auf den Kyladen, Folegandros steht aber ganz oben bei unseren Wunschzielen. Wir waren auf fast allen Inseln im ionischen Meer (Korfu, Zakynthos, Kefalonia und Lefkada) sowie auf Thassos im ägäischen Meer. Wir haben uns einfach absolut in Griechenland verliebt und dein Instagram Posting kürzlich, in welchem Du die Schönheit des Meeres in Griechenland mit der Karibik in Verbindung gebracht hast, hat mir das Herz aufgehen lassen. 🙂 Wir werden mit Sicherheit irgendwann auch mal andere Länder erkunden, aber bislang haben wir Griechenland noch nicht satt und freuen uns auch immer sehr über die Gastfreundlichkeit und die relativ kurze Flugzeit. Die Besitzer unseres letzten Hotels auf Lefkada haben uns zum Abschied sogar in den Arm genommen und ich war noch nie so traurig, wieder nach Hause reisen zu müssen. Lefkada ist auch ein absolutes Träumchen!
    Viele Grüße, Paola

    1. Toll, dass deine vielen Erfahrungen mit Griechenland genauso schön sind wie meine ersten 🙂 Ich kann verstehen dass ihr es noch lange nicht satt habt. Es gibt ja auch so viele verschiedene Ecken des Landes! Ich werde definitiv auch noch einmal dorthin reisen:)

  2. Hallo Claudia, das ist ein ganz toller informativer Post! Vielen Dank dafür. Wir fliegen Ende August nach Rhodos, da dienen deine Griechenland Posts für mich als Einstimmung und vielleicht entdecke ich ja unsere nächste griechische Insel

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